Warum beträgt die Kostengenauigkeit beim Neubau 15%?
Für den Neubau Kindergarten/Hort wurde ein klassisches Vorprojekt nach SIA bestellt, erarbeitet und entsprechend vergütet. Dieses Vorprojekt umfasst eine Kostenschätzung mit einer Genauigkeit von +/- 15 %. Diese Vorgabe ist verbindlich und wurde eingehalten. Baukommission und Planer sind jedoch überzeugt, dass mit dem detaillierten Baukostenplan eine noch höhere Genauigkeit von +/- 10 % erreicht werden konnte.
Wie wird im Projekt die Zufahrt zur Tiefgarage berücksichtigt?
Die Baukommission hat das Thema Zufahrt intensiv mit dem Planerteam diskutiert. Der aktuelle Projektierungsstand reagiert bereits auf die bekannten Herausforderungen: Die oberirdischen Parkplätze wurden von der Tiefgaragenzufahrt entkoppelt und nach vorne verschoben. In der Tiefgarage stehen zusätzliche Besucherparkplätze zur Verfügung, die auch für das Bringen und Abholen von Kindern genutzt werden können. Sind die oberirdischen Plätze belegt, können Eltern direkt in die Tiefgarage fahren.
Auf eine südliche Zufahrt wurde bewusst verzichtet. Gründe dafür sind unter anderem die klare Adressierung über die Hauptstrasse, die Vermeidung von Mehrverkehr auf der südlichen Schulstrasse, die Sicherheit der Kinder auf dem neuen Dorfplatz sowie die Förderung von Velo- und Fussgängerverkehr. Im Rahmen der Baueingabe wird die Situation nochmals kritisch überprüft und optimiert, ein grundsätzlicher Wechsel zur südlichen Zufahrt ist jedoch nicht vorgesehen.
Warum soll der Kindergarten im Zentrum gebaut werden?
Die «Zentrumsvariante» orientiert sich an den Vorgaben des Masterplans. Nach der Prüfung einer möglichen Variante im östlichen Bereich des Sportplatzes wurden Rückmeldungen aus der Bevölkerung eingeholt. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung, hat die eingegangenen Anregungen und Überlegungen zum Standort sorgfältig analysiert. Dabei wurden die Unterlagen erneut gesichtet und der Fokus bewusst erweitert, und bauliche, finanzielle sowie pädagogische Aspekte umfassend berücksichtigt. Veränderte Rahmenbedingungen und zusätzliche Absprachen eröffneten schliesslich neue Möglichkeiten für einen Standort auf dem heutigen Gemeindeparkplatz.
Was geschieht mit dem Türmlihuus?
Das Türmlihuus ist sanierungsbedürftig und wird nach einer Renovation neue Funktionen übernehmen. Vorgesehen ist, dass es künftig die Verwaltung der Primarschule Bottighofen sowie die Schulbibliothek beherbergt. Zudem soll ein Raum geschaffen werden, der auch der Bottighofer Bevölkerung und den örtlichen Vereinen zur Verfügung steht.
Wie entwickeln sich die Schülerzahlen?
Seit 2017 steigen die Schülerzahlen in Bottighofen kontinuierlich an. Inzwischen sind es 185 Schülerinnen und Schüler, und der Trend setzt sich fort. Laut Prognose werden im Jahr 2028 etwa 223 Kinder die Primarschule Bottighofen besuchen.
Warum werden diese kostenträchtigen Projekte in der Gemeinde gleichzeitig statt gestaffelt umgesetzt?
Würden die beiden Projekte «Neubau Kindergarten und Hort» und «Sanierung Dorfzentrum» voneinander unabhängig und technisch separat umgesetzt, könnten identische Leistungen mehrfach anfallen und unnötige Kosten verursachen. Durch eine enge Abstimmung und einen transparenten Austausch zwischen den Projekten werden Synergien geschaffen, die nicht nur Klarheit schaffen, sondern auch die hohen Gesamtkosten des Vorhabens „Zentrum Bottighofen“ optimieren. Ausserdem ist die Belastung der Bevölkerung und der mitarbeitenden durch die Baustelle zusammengefasst und nach etwas zwei Jahren beendet.
Wie wird zukünftig die Buslinie geführt?
Der Kanton hat die neue Führung der Buslinie bekannt gegeben, die an zwei Gemeindeversammlungen vorgestellt wurde. Künftig verläuft die Buslinie in beide Richtungen über die Moosfeldstrasse und die Scherzingerstrasse.
Der Vorteil dieser neuen Linienführung besteht darin, dass die Bushaltestelle im Dorf erhalten bleibt. Sie wird lediglich parallel in die Moosfeldstrasse verlegt.
Wäre der Bus stattdessen über die Hauptstrasse geführt worden, hätte die Haltestelle ersatzlos aufgehoben werden müssen.
Als flankierende Massnahme wird die Scherzingerstrasse für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Zudem ist im Zusammenhang mit der neuen Linienführung eine Sanierung der Scherzingerstrasse erforderlich. Der dafür benötigte Kredit von CHF 330'000 wurde an der Gemeindeversammlung im Dezember 2024 vom Souverän bewilligt.
Der Baubeginn für die Buslinie ist nach den Sommerferien 2025 geplant, damit diese möglichst auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2025 bereit ist.
Die öffentliche Auflage soll im März 2025 stattfinden.
Ist eine Tiefgarage überhaupt notwendig?
Gemäss VSS-Norm 40 281 ergibt sich für die 300 Sitzplätze im Saal des Dorfzentrums ein Bedarf von 60 Parkfeldern. Die vorhandenen Parkplätze in der Umgebung – Turnhalle (32), Rampe Zivilschutzanlage (2) und geplante Bring- und Holparkplätze (5) – reichen nicht aus, um diese gesetzliche Vorgabe zu erfüllen. Daher ist die geplante Tiefgarage erforderlich, um die Fläche des bestehenden Parkplatzes für eine Bebauung nutzen zu können.
Darüber hinaus ergibt sich aus der Bruttogeschossfläche des Verwaltungsteils, der KiTa und den benötigten Besucherparkplätzen ein Bedarf von 20 Parkplätzen. Diese werden in der Tiefgarage realisiert. Zusätzlich erhält das Projekt Bring- und Holparkplätze für die Kita, in der Kinder bis zum Kindergartenalter betreut werden, die den Weg noch nicht alleine bewältigen können.
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